Neue Studienergebnisse in der BPS-Therapie:
Δ7-Sterole können durch Regulierung des DHT-Stoffwechsels das Prostatawachstum hemmen


Aktuelle in-vitro Forschungen an Δ7-Sterolen aus dem Uromedic® Kürbissamen zeigen deren antiandrogene und 5alpha-Reduktase hemmende Effekte und unterstreichen ihre günstige Wirkung auf den Dihydrotestosteron-Stoffwechsel in den Zellen der Prostata [1]. Insbesondere die Wirkstoffe aus dem Uromedic® Kürbissamendickextrakt gewinnen dadurch in der Therapie des Benignen Prostata Syndroms (BPS) an Bedeutung – und weisen eine wissenschaftlich gesicherte Wirksamkeit auf [2,3].

Dihydrotestosteron (DHT) ist an der Entwicklung der Benignen Prostatahyperplasie (BPH) beteiligt, deren Risiko bei männlichen Patienten mit dem Alter steigt. Etwa jeder dritte deutsche Mann ab 50 Jahren leidet unter Symptomen des unteren Harntrakts, einer BPH und/oder einer Blasenauslassobstruktion. Daraus ergibt sich eine Anzahl von etwa 5 Millionen Betroffenen [4], in deren Prostatazellen eine bis zu 5-fache Konzentration an DHT vorliegt [5]. Die Betroffenen leiden unter progressiven obstruktiven und irritativen Symptomen [6], die ihre Lebensqualität erheblich einschränken [7]. Eine Reduktion der DHT-Konzentration in der Prostata kann einer Proliferation der Prostatazellen entgegenwirken: Wie die Ergebnisse einer neuen in-vitro Studie zeigen, ermöglicht die strukturelle Ähnlichkeit der im Dickextrakt des Uromedic® Kürbissamens enthaltenen Δ7-Sterole und dem körpereigenen DHT eine Beeinflussung des DHT-Stoffwechsels. Die speziellen Δ7-Sterole hemmen die 5-alpha-Reduktase und verhindern die Bindung von DHT an Androgenrezeptoren in der Prostatazelle [1].

Hemmung der Progression durch Senkung der DHT-Konzentration in der Prostatazelle

Die Zahl betroffener Patienten steigt stetig an: Hochrechnungen gehen davon aus, dass durch die stetig alternde Gesellschaft im Jahr 2030 bis zu 11 Millionen Männer in Deutschland an BPS leiden werden [8]. Mit dem zunehmenden Schweregrad einer bestehenden Erkrankung steigt beim chronischen Krankheitsbild BPH auch das Risiko für eine schubweise Progression der Symptome [7]. Daher sollte bereits in einem frühen BPH-Stadium eine Behandlungsmethode mit einem positiven Risiko-Nutzen-Verhältnis für den Patienten in Betracht gezogen werden.

Während die Ursache der Krankheitsentstehung noch nicht vollständig geklärt ist, ist der Zusammenhang mit der hohen DHT-Konzentration in der Prostatazelle unumstritten: Die 5-alpha-Reduktasen katalysieren in der Prostata die Umwandlung von Testosteron in das aktive Androgen DHT, das an spezifische Rezeptoren der Prostatazellen bindet. Die Bindung stimuliert die Zellproliferation und sorgt in der Folge für eine Vergrößerung der Prostata [9,10]. Die daraus entstehenden Beschwerden, wie ein vermehrter Harndrang oder ein geschwächter Harnstrahl, können entsprechend ihrer Ausprägung und der Empfindsamkeit des Patienten unterschiedlich stark zur Beeinträchtigung der Lebensqualität und damit zum Leidensdruck beitragen. Primäres Therapieziel sollte eine verträgliche Linderung der Symptomatik und eine Steigerung der Lebensqualität der Betroffenen sein.

Nebenwirkungsarme BPS-Therapie zum Erhalt der Lebensqualität

Insgesamt wird die chronisch fortschreitende Erkrankung je nach Ausprägung in drei Stadien unterteilt [11]. Besonders bei geringeren bis moderaten Symptomen und Leidensdruck (Stadium I und II nach Alken) eignet sich GRANU FINK® Prosta forte 500 mg mit den Wirkstoffen des Uromedic® Kürbissamens [12]. Nur dieses Arzneimittel zeichnet sich durch einen einzigartigen hohen Gehalt an wirksamkeitsbestimmenden Δ7-Sterolen aus [13,14], die eine maßgebliche Rolle sowohl für den anti-obstruktiven [1,15] als auch für den anti-irritativen Wirkansatz [16,17] des Produktes spielen. Daneben tragen bezüglich der obstruktiven Symptomatik auch die im Uromedic® Kürbissamen vorhandenen ungesättigten Fettsäuren (Ölsäure, Linolsäure) zur Hemmung der 5-alpha-Reduktase bei [18]. Bezüglich der irritativen Symptome bewirkt die Ölsäure eine Hemmung der Acetylcholin-vermittelten Detrusorkontraktion und das alpha-Spinasterol eine Hemmung der ATP-vermittelten Kontraktionen. Klinische Studien zeigen eine kontinuierliche Verbesserung des IPSS (International Prostate Symptom Score) im Verlauf der Behandlung mit GRANU FINK® Prosta forte 500 mg, die die Hemmung der Symptomprogression und damit die Steigerung der Lebensqualität für die Betroffenen belegt [2,3]. Die Verbesserung der Symptomatik findet in ähnlicher Dimension statt, wie bei der Einnahme synthetischer Stoffe [19]. Dabei bietet die Phytotherapie jedoch einen klaren, in klinischen Studien nachgewiesenen Vorteil: Sowohl für GRANU FINK® Prosta forte 500 mg als auch für die Ausgangsdroge Uromedic® Kürbissamen konnten im Vergleich zu Placebo die Sicherheit und sehr gute Verträglichkeit über zwölf Monate mit insgesamt mehr als 2.000 Patienten gezeigt werden. Wechselwirkungen und signifikante Nebenwirkungen sind nicht bekannt [2,3]. Auch auf die Sexualfunktion der Betroffenen nimmt das Arzneimittel keinen negativen Einfluss und spielt damit eine große Rolle für die Erhaltung der Lebensqualität der Betroffenen [19]. Im Vergleich dazu bergen diverse verschreibungspflichtige BPS-Arzneimittel ein hohes Risiko für potentielle Neben- und Wechselwirkungen, wie Blutdruckabfall, Ejakulationsversagen, Priapismus oder Depression und können damit zusätzlich die Lebensqualität der Betroffenen erheblich einschränken [20,21].

Schnelle und langfristige Linderung obstruktiver und irritativer Symptome

Gerade bei BPS in den Stadien I und II nach Alken sollte eine Risikoabwägung zu Gunsten der Lebensqualität des Patienten stattfinden. Die ausgezeichnete Verträglichkeit ohne Auswirkungen auf Blutdruck, Erektionsfähigkeit, Ejakulation und PSA-Wert der Wirkstoffe aus dem Uromedic® Kürbissamen spricht nach jahrzehntelangem erfolgreichem Einsatz in der BPS-Therapie für sich [22]. Dabei steht für die Patienten die wissenschaftlich nachgewiesene, bereits nach vier Wochen spürbare Reduktion der irritativen und obstruktiven Symptome im Vordergrund [2]. Außer dem schnellen, spürbaren Therapieerfolg bietet GRANU FINK® Prosta forte 500 mg laut der Evidenzanalyse der Deutschen Gesellschaft für Urologie unter den Phytopharmaka allerdings auch einen deutlichen Vorteil in der Langzeitbehandlung und nimmt damit eine Sonderstellung ein [23]: Es ist das einzige Phytopharmakon, dessen langfristige Therapieeffekte in randomisierten, placebokontrollierten klinischen Langzeitstudien und mit einer ausreichend langen Nachbeobachtungszeit zur Einschätzung innerhalb der chronisch progressiven Indikation gemäß den Empfehlungen der internationaler WHO-Konsensuskonferenz untersucht wurde [2,24].

Literatur:
[1] Heim S, et al. 2018. Uromedic® pumpkin seed derived Δ7-sterols, extract and oil inhibit 5-alpha-Reductases and bind to androgen receptor in vitro. Pharmacology & Pharmacy 9:193-207.
[2] Bach D. 2000. Interdisziplinärer Arbeitskreis Prostata. Placebokontrollierte Langzeittherapiestudie mit Kürbissamenextrakt bei BHP-bedingten Miktionsbeschwerden. Urologe. 40:437-43.
[3] Vahlensieck W, et al. 2015. Effects of pumpkin seed in men with lower urinary tract symptoms due to benign prostatic hyperplasia in the one-year, randomized, placebo-controlled GRANU study. Urol Int. 94:286-95.
[4] Leitlinie der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF): Benignes Prostatasyndrom (BPS), Diagnostik und Differenzialdiagnostik (Stand 01.02.2009 (in Überarbeitung), gültig bis 01.02.2014 (Gültigkeit abgelaufen)) http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/043-034l_S2e_Benignes_Prostatasyndrom_Diagnostik_Differenzialdiagnostik_abgelaufen.pdf (letzter Abruf: 12.12.2018).
[5] Siiteri PK, et al. 1970. Dihydrotestosterone in prostatic hypertrophy. I. The formation and content of dihydrotestosterone in the hypertrophic prostate of man. J Clin Invest. 49:1737-1745.
[6] Chughtai B, Forde JC, Thomas DD, Laor L, Hossack T, Woo HH, Te AE, Kaplan SA. 2016. Benign prostatic hyperplasia. Nat Rev Dis Primers. 2:16031.
[7] Leitlinie der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF): Benignes Prostatasyndrom (BPS), Therapie (Stand 19.11.2014 (in Überarbeitung), gültig bis 31.12.2017 (Gültigkeit abgelaufen)) https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/043-035l_S2e_Therapie_benignes_Prostatatasyndrom_2014_11-abgelaufen.pdf (letzter Abruf: 12.12.2018).
[8] Höfner K, et al. 2000. Benigne Prostatahyperplasie – Ein Leitfaden für die Praxis. Springer Verlag, Berlin.
[9] Banerjee PP, et al. 2018. Androgen action in prostate function and disease. Am J Clin Exp Urol. 6(2):62-77.
[10] Kim EH, et al. 2018. The use of 5-alpha reductase inhibitors in the treatment of benign prostatic hyperplasia. Asian J Urol 5:28-32.
[11] Alken CE. (1973) Leitfaden der Urologie. Thieme Verlag, Stuttgart.
[12] Fachinformation GRANU FINK® Prosta forte 500 mg, Stand Juni 2014.
[13] Müller C, et al. 2015. Determination by GC-IT/MS of phytosterols in herbal medicinal products fort he treatment of lower urinary tract symptoms an food products marketed in Europe. Planta Med. 81(7):613-20.
[14] European Medicines Agency (EMA), Committee on Herbal Medicinal Products (HMPC). Community herbal monograph on Cucurbita pepo L., semen. 2012; EMA/HMPC/136024/2010.
[15] Schilcher H, Dunzendorfer U, Ascali F. 2012. Delta 7-sterole, das prostatotrope Wirkprinzip in Kürbissamen? Urologe. 1987; 27: 316-9.
[16] Trevisian G. et al.: J Pharmacol Exp Ther. 343(2):258-69.
[17] Socala K, et al. 2015. J Neural Transm (Vienna). 122(9):1239-47.
[18] Abe M, Ito Y, Oyunzul L, Oki-Fujino T, Yamada S. 2009. Pharmacologically relevant receptor binding characteristics and 5alpha-reductase inhibitory activity of free Fatty acids contained in saw palmetto extract. Biol Pharm Bull 32:646-50.
[19] Madersbacher S, et al. 2007.The long-term outcome of medical therapy for BPH. Eur Urol. 51:522-33.
[20] Fachinformation UroXatral®, Stand April 2017.
[21] Fachinformation Finasterid®, Stand September 2017.
[22] Fornara P, et al. Advisory Board, Stuttgart, Juni 2017.
[23] Evidenzanalysen 2012 zur Therapie des benignen Prostatasyndroms, Deutsche Gesellschaft für Urologie, Stand 2014.
[24] Cockett ATK, et al. Patronized by World Health Organization (WHO). The 2nd International Consultation on Benign Prostatic Hyperplasia (1993, Paris). Scientific Communication International.

Pflichttext
GRANU FINK® Prosta forte 500 mg. Wirkstoff: Dickextrakt aus Kürbissamen. Zusammensetzung: 1 Hartkapsel enthält: 500 mg Dickextrakt aus Kürbissamen (15-25 : 1), Auszugsmittel Ethanol 92 % (m/m). Sonstige Bestandteile: partiell methyliertes hochdisperses Siliciumdioxid; Gelatine; Eisen(III)-oxid (E 172), Eisen (II,III)-oxid (E 172), Eisen(III)-oxid-hydroxid (E 172). Anwendungsgebiete: Beschwerden beim Wasserlassen infolge einer Vergrößerung der Prostata (Prostataadenom Stadium I bis II nach ALKEN bzw. Stadium II bis III nach Vahlensieck). Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, kürbisähnliche Pflanzen wie z.B. Wassermelone, Zucchini, etc., oder einen der sonstigen Bestandteile. Nebenwirkungen: Erkrankungen des Immunsystems: Sehr selten: Überempfindlichkeitsreaktionen (Juckreiz, Hautausschlag/Nesselsucht, Gesichtsödem, Kloß- und Engegefühl mit Atemnot (allergisches Quincke-Ödem oder Angioödem)). Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes: Sehr selten: Magen-Darm-Beschwerden. Omega Pharma Deutschland GmbH, Benzstraße 25, 71083 Herrenberg. Stand: Januar 2016.

Quelle: Omega Pharma Deutschland GmbH



21. Januar 2019

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