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Der Zusammenhang zwischen Lebensqualität, Beratungsintensität und Gesundheitskompetenz bei Patienten mit Nierensteinen

Die American Urological Association (AUA) gibt Leitlinien zur Primärprävention von Nierensteinen heraus; die Therapietreue der Patienten ist jedoch häufig gering. Die Rolle der Gesundheitskompetenz in der Primärprävention von Nierensteinen ist noch nicht ausreichend erforscht. Das Verständnis der Wahrnehmungen und des Wissens von Nierensteinpatienten hinsichtlich der Primärprävention ist entscheidend für die Beurteilung ihrer Gesundheitskompetenz. Ziel dieser Studie war es, diese Wahrnehmungen zu erfassen und ihren Zusammenhang mit der Beratungsintensität und der Lebensqualität von Patienten mit Nierensteinen zu untersuchen.

Eine Querschnittsstudie in Form einer Online-Umfrage wurde einer Zufallsstichprobe erwachsener Freiwilliger vorgelegt. Nierensteinpatienten wurden zu ihrer Erkrankung befragt, und alle Teilnehmer beantworteten Fragen zur Primärprävention, die auf den AUA-Leitlinien zum Management von Stoffwechselsteinen (2016) basierten. Die Inanspruchnahme von Ernährungsberatung wurde nach deren Umfang kategorisiert. Die Lebensqualität der Patienten wurde mithilfe des Wisconsin Stone Quality of Life Questionnaire (WisQOL) erfasst. Mittels multivariabler linearer Regression wurden Prädiktoren für die gesundheitsbezogene Kompetenz im Zusammenhang mit Nierensteinen identifiziert.

Von den 2.482 Teilnehmenden gaben 429 (17%) eine Nierensteinanamnese an. Die Genauigkeit der Antworten lag insgesamt zwischen 10% und 98%. Patienten mit Nierensteinen, die eine umfassende Beratung erhalten hatten, erzielten die höchsten Werte, was auf ein signifikant besseres Wissen zu Fragen bezüglich Oxalat zurückzuführen war (p <0,001). Die multivariate lineare Regression zeigte, dass der Erhalt einer umfassenden Beratung (p=0,032) ein unabhängiger Prädiktor für eine höhere gesundheitsbezogene Kompetenz im Bereich der Primärprävention war.

Fazit
Das Verständnis von Strategien zur Primärprävention ist insbesondere im Hinblick auf Oxalate in der Ernährung unzureichend. Nierensteinpatienten, die eine umfassendere Beratung erhielten, wiesen ein größeres krankheitsspezifisches Wissen auf, was als Indikator für eine verbesserte Gesundheitskompetenz diente. Zukünftige Interventionen, die sich auf das Verständnis der Quellen von Oxalat in der Ernährung konzentrieren, könnten die größte Wirkung auf die Primärprävention haben.



Sui W, et al. 2026. The association between quality of life, intensity of counseling and health literacy amongst patients with nephrolithiasis. World J Urol 17;44(1):248. doi: 10.1007/s00345-026-06336-x.



April 2026 Red.

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