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Metastasiertes kastrationsresistentes Prostatakarzinom
Kombination von Pembrolizumab plus Abirateronacetat und Prednison bei Patienten mit chemotherapienaivem mCRPC:
Ergebnisse der KEYNOTE-365 Kohorte D
Hintergrund
Abirateronacetat in Kombination mit Prednison ist für die Therapie des metastasierten kastrationsresistenten
Prostatakarzinoms (mCRPC) zugelassen. Ziel der vorliegenden Untersuchung war es, die Wirksamkeit und Sicherheit
von Pembrolizumab in Kombination mit Abirateron und Prednison bei chemotherapienaiven Patienten mit mCRPC
zu evaluieren.
Patienten und Methoden
KEYNOTE-365 (NCT02861573) ist eine multikohortenbasierte, offene Phase-1b/2-Studie zur Pembrolizumab-basierten
Kombinationstherapie bei Patienten mit mCRPC.
Die einarmige Kohorte D umfasste Patienten (mittleres Alter 70 Jahre) mit chemotherapienaivem mCRPC, die entweder
keine NHA für mCRPC erhalten hatten
oder bei Enzalutamid-Einnahme für mCRPC deren Krankheit fortschritt oder eine Unverträglichkeit
gegenüber dem Medikament entwickelt hatten.
Die Studienteilnehmer konnten zuvor Docetaxel für mHSPC erhalten haben, wenn seit der letzten Docetaxel-Dosis 4 Wochen
vergangen waren. Eine vorherige Behandlung mit Abirateron im mHSPC-Setting war zulässig, sofern keine Progression
auftrat und der Wirkstoff nicht aufgrund von Nebenwirkungen abgesetzt wurde.
Die Patienten erhielten
Pembrolizumab 200 mg i.v. alle 3 Wochen plus Abirateron 1000 mg p.o. täglich und Prednison 5 mg p.o. zweimal
täglich.
Die primären Endpunkte waren Sicherheit und Verträglichkeit, die PSA-Ansprechrate, definiert als der Prozentsatz
der Patienten mit einer Senkung des PSA-Werts um 50% gegenüber dem Ausgangswert, gemessen zweimal im
Abstand von mindestens 3 Wochen, und die objektive Ansprechrate (ORR), definiert als der Prozentsatz der
Patienten mit einem vollständigen (CR) oder partiellen (PR) Ansprechen gemäß RECIST v1.1 (BICR).
Die sekundären Endpunkte waren die Zeit bis zur PSA-Progression, die ORR, das radiologische progressionsfreie Überleben (rPFS),
die Krankheitskontrollrate (DCR), die Dauer des Ansprechens (DOR)
und das Gesamtüberleben (OS).
Ergebnisse
Bei den 103 behandelten Patienten betrug die mediane Nachbeobachtungszeit 28 Monate (Interquartilsabstand 26–31).
Die bestätigte PSA-Ansprechrate lag bei 56% (58/103 Patienten). Die ORR für Patienten mit einer gemäß RECIST v1.1
messbaren Erkrankung lag bei 16% (6/37 Patienten). Das mediane rPFS betrug 15 Monate (95%-Konfidenzintervall 9,2–22)
und das mediane OS 30 Monate (95%-Konfidenzintervall 23–nicht erreicht); die geschätzte 24-Monats-OS-Rate lag
bei 58%.
Bei allen Patienten traten ein oder mehrere UE jeglicher Ursache auf, und bei 91% der Patienten (94/103) trat mindestens
ein UE auf, das vom Prüfarzt als behandlungsbedingt eingestuft wurde. Behandlungsbedingte UE vom Grad 3–5 traten bei
39% der Patienten (40/103) auf. Pembrolizumab- und Abirateron-bedingte Nebenwirkungen traten bei 77% (79/103)
bzw. 75% (77/103) der Patienten auf. Eine Erhöhung der Alaninaminotransferase (ALT) bzw. Aspartataminotransferase (AST) Grad 3/4 wurde
bei 12% bzw. 6,8% der Patienten beobachtet.
Mindestens ein Studienmedikament wurde von 26% der Patienten aufgrund behandlungsbedingter Nebenwirkungen abgesetzt;
16% der Patienten setzten Pembrolizumab und 18% Abirateron ab.
Schwerwiegende behandlungsbedingte Nebenwirkungen traten bei 21 Patienten (20%) auf. Fünf Patienten verstarben
an den Nebenwirkungen; ein Patient verstarb an einem behandlungsbedingten Myasthenischen Syndrom.
Immunvermittelte Nebenwirkungen und Infusionsreaktionen traten bei 33% der Patienten auf, wobei 16% der Patienten
Ereignisse vom Grad 3–5 erlitten.
Schlussfolgerungen
Die Kombination aus Pembrolizumab plus Abirateron und Prednison zeigte bei Patienten mit chemotherapienaivem
mCRPC eine antitumorale Wirkung und akzeptable Sicherheit.
Das Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil entsprach den individuellen
Profilen der einzelnen Medikamente.
Die Inzidenz von ALT/AST-Erhöhungen vom Grad 3–4 war für diese Kombination
höher als für die Einzelbehandlungen; es traten jedoch keine Todesfälle aufgrund von Leberfunktionsstörungen auf.
Yu EY, et al. 2025.
Pembrolizumab plus Abiraterone Acetate and Prednisone in Patients
with Chemotherapy-naïve Metastatic Castration-resistant Prostate
Cancer: Results from KEYNOTE-365 Cohort D. European Urology Oncology 8 (2025) 641-651.
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