Aktuelle Studie dokumentiert Leistungsfähigkeit eines Point-of-Care Systems
PSA und freies PSA verlässlich patientennah messen


Die Bestimmung des prozentualen Anteils von freiem PSA am Gesamt-PSA erhöht die Spezifität des PSA-Screenings. Sowohl fPSA wie auch PSA können direkt in der Praxis gemessen werden – mit guter Vergleichbarkeit zu Laborautomaten, wie eine Studie jetzt zeigte.

Das prostataspezifische Antigen (PSA) und das freie PSA sind wichtige Laborwerte für die Früherkennung von Prostatakrebs. Beide Marker lassen sich inzwischen patientennah schnell bestimmen. Die Leistungsfähigkeit des mit dem concile-Reader messbaren PSA-Tests wurde bereits vor einigen Jahren dokumentiert: Der Test zeigte im für die Früherkennung relevanten Bereich bis 10 ng/ml eine hohe Korrelation zu zwei Laborautomaten und eignet sich daher gut für das PSA-Screening in der Praxis [1].

Jetzt wurde in der Abteilung Urologie der Universität Tübingen auch die diagnostische Genauigkeit der Messung von freiem PSA auf dem concile-Reader und die sich aus den PSA- und fPSA-Messwerten ergebende PSA-Ratio (%fPSA) einer genauen Überprüfung unterzogen [2]. „Auch der Schnelltest auf freies PSA lieferte auf dem concile-Reader verlässliche Werte, vor allem im klinisch relevanten Graubereich zwischen 4 und 10 ng/ml“, erläutert Steffen Rausch, Urologe an der Universität Tübingen, das Ergebnis. Somit könne die PSA-Ratio auch patientennah schnell bestimmt werden.

Probentransport ins Labor kann PSA-Ratio fälschlich erhöhen

Freies PSA ist instabiler als PSA. Die fPSA-Konzentration kann innerhalb von 24 Stunden um 10% abnehmen, während die PSA-Konzentration stabil bleibt [2]. Wird das freie PSA erst nach längerem Transport der Probe in ein Labor gemessen, kann eine artifiziell erhöhte PSA-Ratio die Folge sein, so dass fälschlicherweise auf eine gutartige Ursache für erhöhte PSA-Werte geschlossen wird.

Die patientennahe Messung von PSA und fPSA verringert somit nicht nur die Wartezeit der Patienten auf die Laborergebnisse und erlaubt frühzeitigere Entscheidungen über das weitere Vorgehen. Die Messungen direkt in der Praxis ohne Probentransport in ein Labor können sogar exaktere Werte für das freie PSA und die PSA-Ratio liefern.


Literatur:
[1] Rausch S, Hennenlotter J, Wiesenreiter J, Hohneder A, Heinkele J, et al. 2016. Assessment of a new point-of-care system for detection of prostate specific antigen. BMC Urology 16:4.
[2] Costa IAD, Hennenlotter J, Todenhöfer T, Neumann E, Deininger S, et al. 2019. Determination of Free-PSA (fPSA) and fPSA/PSA-Ratio Using A Point-of-Care Device. Clin Lab 1;65(1).

Quelle: concile GmbH



6. März 2019

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