Hintergrund
Die depressive Symptomatik wurde anhand der Allgemeinen Depressionsskala-Langform 2 (ADS-L2).
Chronische Belastung wurde mit dem Trier Inventar zur Erfassung von chronischem Stress (Version 2,
Kurzform) erfasst. Ihren gefühlten Gesundheitszustand vermittelten die Patienten mit dem General
Health Questionnaire, der Kurzform-36 (SF-36) und der Aging Males‘ Symptoms (AMS) Skala.
Die Korrelationen nullter Ordnung zwischen Alter und Sexualsteroiden im Speichel hatten durchweg ein negatives Vorzeichen. Für Testosteron, DHEA, Estradiol und Progesteron wurde eine mittlere jährliche Abnahme von 1,18%, 3,52%, 1,18% bzw. 1,68% errechnet. Die DHS reduzierte sich im Jahr um ungefähr 0,042 Einheiten (Abb.). Darin spiegelt sich die mittlere Änderungsrate der degressiven Steroidhormonspiegel wider.
Moderierende Effekte auf die Beziehung zwischen Alter und DHS wurden mittels zwei Regressionstechniken analysiert. Anhand der Kleinste-Quadrate-Regression wurde eine signifikante Assoziation zwischen Alter und DHS für depressive Symptome, chronische Belastung und die gefühlte allgemeine Gesundheit ermittelt. Bei robuster Regression ergaben sich im Wesentlichen die gleichen signifikanten Assoziationen.
Die mittlere Änderungsrate der DHS von 0,042 Einheiten stieg bei der Erhöhung um eine
Standardabweichung auf der ADS-L2 auf 0.053 Einheiten an. Analog war es für chronische
Belastung ein Anstieg auf 0,056 Einheiten und bei der Allgemeingesundheit eine
Erniedrigung auf 0,028 Einheiten.
| September 2016 | Autor: jfs |